Kriftel mit Mühe

Zur ungewohnten Zeit – an einem Mittwochabend – spielten die Krifteler Volleyballer beim Volleyballinternat Frankfurt ihr bereits 17. Meisterschaftsspiel der Saison. In der Frankfurter Wintersporthalle, die ihrem Namen alle Ehre machte, taten sich die Krifteler Spieler sehr schwer um drei Punkte mit nach Hause nehmen zu können. Ob es am vorherigen langen Arbeitstag, der Kälte oder dem sehr stark aufspielenden Gegner lag, weiß man im Nachhinein nicht. Es war sicherlich etwas von Allem.

Auf jeden Fall begann das Spiel, ohne den erkrankten Außenangreifer Jannik Weber, mit vielen Fehlern. Die TuS gelang es nicht die Frankfurter Nachwuchsmannschaft unter Druck zu setzen. Im Gegenteil, die Hausherren schafften es allein im ersten Durchgang 5 Asse zu erzielen. Auch die Block- Feldverteidigung war eher mangelhaft. Bezeichnend, dass Mittelblocker Philipp Büchi die meisten Abwehraktionen für sich verbuchen konnte. Lediglich bis zum 12:13 hielt Kriftel einigermaßen mit, ab da spielte nur die Internatsmannschaft. Am Ende stand ein mehr als verdienter 25:19 Erfolg für die jungen Nachwuchshoffnungen.

Dass am Ende nicht noch mehr für das VIF heraussprang lag vor Allem an dem Verlauf von Abschnitt 2. Zunächst spielte Frankfurt weiter mit viel Selbstvertrauen. Doch dann war es Jonas Manß, der mit starkem Service zunächst die Partie wieder ausgleichen konnte und eine Rotation später die Wende schaffte, so dass Kriftel mit 20:15 in Führung gehen konnte. Kriftel glich mit 25:21 aus.

Die Frankfurter Annahme hatte nun immer öfter Probleme und konnte dadurch nicht mehr so konsequent ihr Spiel aufbauen. Auf Krifteler Seite war nun der Annahmeriegel um Florian Ruhm und Thoralf Schmelzer warm gespielt. Zuspieler Tobias Thiel konnte nun viel mehr über die Mitte agieren. Der eingewechselte Arthur Breburda punktete zuverlässig und war zudem ein wichtiger Faktor im Service. Die TuS drehte einen 12:14 Rückstand in einen 20:15 Vorsprung. Bis dahin war dies die erste Schwächephase der Frankfurter. Natürlich war Kriftel nun da und ging durch ein Ass vom starken Hendrik Jung mit 25:17 in Führung.

Doch die Internatler gaben sich keineswegs geschlagen, erspielten sich gar eine frühe 10:6 Führung, hielten diese bis zum 15:13. Doch dann ging der an diesem Tage überragende Punktesammler (29 Punkte mit einer Angriffsquote von 77%) und spätere MVP Pascal Eichler zur Aufschlaglinie und sorgte für einen 18:15 Vorsprung für Kriftel. Das Spiel ließ sich die TuS nicht mehr nehmen und die Gegenwehr der jungen Gegner war gebrochen. Am Ende stand ein 25:19 und damit 3 Punkte auf der Habenseite.

Letztlich konnten die Krifteler froh sein über den Sieg. Das VIF hatte durchaus einen Punkt verdient, denn bis auf jeweils eine Phase in den Sätzen 3 und 4 zeigten sie eine durchaus zweitligareife Leistung. Mit etwas mehr Geduld und Konzentration können sie in dieser Saison den ein oder anderen Gegner sicherlich noch mehr ärgern. Zu erwähnen ist noch, dass das Krifteler Eigengewächs Mischa Kosyak eine starke Partie als Libero aufs Parkett legte und zurecht mit der silbernen MVP für Frankfurt ausgezeichnet wurde. Jetzt hat die TuS Kriftel erst einmal ein Wochenende Pause, kann weiter seine Wunden lecken und sich auf das Spiel in Schwaig vorbereiten, die zur Zeit so etwas wie die Mannschaft der Stunde sind. Zudem ist hier noch eine Rechnung aus der Hinrunde offen.