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Nach drei Vorrundenspieltagen, an denen wir uns als Dritter in der Abschlusstabelle direkt für die Hessischen Meisterschaften qualifiziert haben, standen diese am Samstag, den 21.02.2026 beim VC Wiesbaden an. Aufgrund unserer bisher gezeigten Leistungen wollten wir bei der HM um die Medaillen spielen und vielleicht mit etwas Glück gar das Halbfinale gewinnen. Leistungsmäßig waren wir nahe an die Etablierten gekommen.

Leider gibt es aber auch noch andere Kriterien, die zum Erfolg und Misserfolg beitragen.

Doch der Reihe nach: Unser erstes Spiel hatten wir gleich gegen unseren stärksten Konkurrenten um die beste Ausgangssituation für das Halbfinale. Biedenkopf hatte bereits gegen Baunatal gewonnen, also mussten wir gegen sie gewinnen, wenn wir Gruppensieger werden wollten.

Da wir beim letzten Vorrundenspieltag gegen sie gewonnen haben, wussten wir, dass wir das schaffen könnten und legten auch sehr engagiert und zielstrebig los. Wir hatten sie fast den gesamten Satz lang unter Kontrolle und lagen teilweise mit 3 Punkten vorne. Es schien so, als hätten wir den Gegner im Griff. Aber Biedenkopf ist erst besiegt, wenn der letzte Ballwechsel erfolgreich ist. Ein paar Schlampigkeiten, sollten das verhindern. Biedenkopf drehte den Satz noch und wir verloren leider mit 25:27. Das hat schon weh getan!

Noch mehr weh getan hat dann Anfang des zweiten Satzes, dass eine unserer wichtigsten Spielerinnen sich am Fuß verletzte. Sie musste ausgewechselt werden. Wir konnten ihre Aufgabe im Spiel aber nicht positionsgetreu wechseln, sodass wir leider ziemlich aus dem Konzept gekommen sind. Statt im zweiten Satz das Ruder noch mal herumzureißen, verloren wir auch diesen und somit ging der Gruppensieg an Biedenkopf.

Im zweiten Spiel ging es dann gegen Baunatal. Baunatal hatte die Qualifikation zur HM gewonnen und zeigte im Spiel gegen Biedenkopf schon, warum. Auch in deren Team stehen ein paar Kaderspielerinnen und die wollen auch erst einmal geschlagen werden. Zunächst war das Spiel sehr ausgeglichen. Unserem Spiel merkte man aber den Frust aus der ersten Begegnung an und auch die Unsicherheiten in der Annahme konnten wir nicht abstellen. Mitte des Satzes setzte sich Baunatal dann mit starken Aufschlägen ab und gewann diesen souverän.

Mit Beginn des zweiten Satzes lief es dann bei uns wieder besser. Mit jetzt eigenen, starken Aufschlägen fanden wir zurück ins Spiel und konnten den zweiten Satz für uns entscheiden. Wir hatten wieder Hoffnung, zumindest das Halbfinale zu erreichen, um später um eine Medaille spielen zu können.

Leider kam es wieder anders. Die zwischenzeitlich gut versorgte Verletzung brach erneut aus und wir mussten erneut beim Wechseln improvisieren. Auch dieses Mal warf uns das total aus der Bahn. Es lief nicht mehr viel zusammen, obwohl sich alle sehr bemühten und alle es versucht haben. Aber die Köpfe hingen schon zu tief. Der Tiebreak ging dann glatt an Baunatal und für uns blieb nur das Spiel um Platz 5 übrig. Das war schon ziemlich frustrierend, weil wir uns ein besseres Abschneiden erhofft hatten.

Mit einer neu formierten Aufstellung gingen wir dann in das Spiel um Platz fünf. Trotz unserer erlebten Enttäuschungen gingen wir das Spiel sehr konzentriert und motiviert an und es lief sehr gut. Mit guten Aufschlägen und erfolgreichen Angriffen gewannen wir den Satz eindeutig.

Und wir machten im zweiten Satz gleich weiter. Führten da sofort 5:0, bis der nächste Einbruch kam. Dieses Mal keine physische Verletzung, sondern ein psychischer Knick. Der VCW-2 machte 10 Aufschläge in Folge und diesem Rückstand liefen wir dann schon fast resignierend hinterher. Wir kamen zwar noch einmal heran, doch mit einer weiteren Aufschlagserie, glich der Gegner aus.

Der Tiebreak war dann schnell vorbei. Dem VCW-2 gelang alles – uns nichts mehr. Da war die Luft endgültig raus.

Trotz diesem gebrauchten Tag – ausgerechnet bei der HM – kann man mit dem Verlauf der U16-Saison sehr zufrieden sein. Alle Spielerinnen haben sich weiterentwickelt. Mit unseren Kaderspielerinnen haben wir ein deutlich höheres, spielerisches Niveau ins Team bekommen, an denen sich die anderen orientierten, sich selbst weiter verbessert haben und somit dazu beigetragen haben, dass wir am ganz großen Ziel schnuppern durften.

Alle Spielerinnen wechseln in der kommenden Saison in die U18. Wir wünschen allen eine gute Weiterentwicklung und viel Spaß bei einem der schönsten Sportarten.

Die Spielergebnisse:

Für die TuS Kriftel U16/1 waren dabei/spielten:

Xinya Becker (Z), Maurizia Förch (L), Viola Grünberg (M), Mia Henrich (z), Vanessa Hermann (A), Anna-Lena Liedtke (D), Lena Mattes (A), Janina Matysek (M) und Lisa Schales (M).

Gecoacht und betreut wurden sie von Willi Jankowski (T) und Veronika Hermann (TA).