Durch ein verdientes 2:3 beim Zweitliga Nordmeister, dem FC Schüttorf, ist die Saison der TuS Kriftel beendet. Bereits nach dem dritten Satz stand das Ausscheiden fest. Doch nach der 0:3 Heimniederlage der Vorwoche war das Weiterkommen eh ein schwieriges Unterfangen. Hatten die Krifteler sich dort noch etwas unter Wert verkauft, so mussten die Schüttorfer jetzt dennoch ein wenig ums Halbfinale bangen.
Den Kriftelern gelang ein sehr guter Start in die Partie. Durch eine sichere Annahme und guten Abwehraktionen gelang es immer wieder die Angriffe erfolgreich durchzubringen. Sie schafften es ein scheinbar sichere 17:11 Führung zu erspielen. Doch wie des Öfteren in den letzten Wochen brach die Annahme der TuS zusammen. Wenn diese dann mal kam, scheiterte der Angriff. Den Hausherren gelangen sage und schreibe 11 Punkte in Folge und sicherten sich so den ersten Durchgang mit 25:19.
Kriftel schien gebrochen, denn der Start in Satz 2 misslang völlig. Schnell stand es 0:6 aus Krifteler Sicht. Aber auch das andere Gesicht der Krifteler in dieser Saison kam wieder zu Tage. Sie gaben nicht auf und kämpften sich Punkt für Punkt heran, glichen beim 9:9 aus und schafften es sogar mit 19:15 in Führung zu gehen. Obwohl der FCS sich wehrte, stand am Ende ein 25:21 auf der Krifteler Habenseite. Damit waren das Spiel und die Viertelfinalserie wieder offen.
Die folgende 10-Minutenpause tat den Kriftelern allerdings nicht gut. Den Hausherren gelang der bessere Start bis zum 12:5. Diesmal kam die Wende nicht, Schüttorf blieb stabil, während die Krifteler zu viele Fehler machten. Sie bauten die Führung aus und siegten klar und deutlich mit 25:16. Damit war ihnen das Halbfinale sicher.
Beiden Mannschaften merkte man aber in der Folge an, dass sie trotzdem auch das Spiel gewinnen wollten. Die fast 300 Zuschauer, davon auch viele stimmgewaltige aus Kriftel, bekamen dann auch weiterhin ein spannendes Spiel geboten. Die Führung wechselte ständig. Erst beim 17:14 hatten sich die Gäste ein wenig abgesetzt, doch auch dieses Mal konterten die Gastgeber zum 20:21. Die TuS blieb in dieser Phase nervenstark und holte sich den 4. Durchgang mit 25:23 und damit den Tie-Break.
Dieser konnte dann leider nicht mehr spannend gehalten werden. Bis zum 5:5 deutete darauf noch nichts hin, aber dann war der Krifteler Akku leer. Beim 5:10 war die Entscheidung gefallen und der Satz und damit das Spiel beim 7:15 beendet.
Eine Saison mit einigen Höhen aber auch einigen Tiefen endete damit für die TuS Kriftel. Das Ziel Play-offs wurde erreicht, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Es spielten: Arthur Breburda, Philip Büchi, David Freitag (alle M), Florian Ruhm, Richard Weishaupt (Libero), Pascal Eichler, Michael Gorbatchow (Diagonal), Alexander Filippidis, Jonas Manß, Thoralf Schmelzer, Nils Weber (AA), Kapitän Tobias Thiel und Tobias Zehlike (Z). Betreut wurde ds Team von Trainer Tim Schön, seinem Assistenten Jannik Weber sowie Scout Marcel Gola

