Am 19.04. lud Eintracht Wiesbaden die besten Mannschaften aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen in die Halle am Platz der Deutschen Einheit in Wiesbaden, um den Regionalmeister zu ermitteln. Neben der Regionalmeisterschaft wurde noch die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Dachau ausgespielt – die beiden besten Mannschaften des Turniers würden sich qualifizieren. Für die Jungs aus Kriftel ging es damit an diesem Tag um das Erreichen des selbstgesteckten Saisonziels und um die Erfüllung des Traums „Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft“.
Insgesamt sechs Teams gingen am Sonntag in Wiesbaden an den Start: TV Lebach, TV Bliesen, SG U.N.S. Rheinhessen, TSV Speyer, TuS Kriftel und Eintracht Wiesbaden.
In der Gruppe traf Kriftel im ersten Spiel des Tages auf den TV Lebach. Und die mitgereisten Fans merkten gleich, dass für die Krifteler viel auf dem Spiel stand. Doch schon vor Spielbeginn der erste Rückschlag: Emil war nicht in der Lage, am Einschlagen und am Spiel teilzunehmen. Der Start in das Turnier verlief holprig. Neben zahlreichen gelungenen Aktionen zeigten sich immer wieder einfache Fehler, die verhinderten, dass sich die Jungs der TuS entscheidend absetzen konnten. Mit einer Steigerung in der Schlussphase entschieden die Jungs aus Kriftel den Satz dennoch deutlich für sich. Im zweiten Satz ging Kriftel konzentriert zu Werke und hängte den TV Lebach mit einer 14 Punkte Serie ab. Der zweite Satz ging mit großem Abstand (25:6) an Kriftel, die das Spiel damit 2:0 gewannen.
Im zweiten Gruppenspiel wartete mit dem TSV Speyer der amtierende Rheinland-Pfalz Meister. Nach gutem Start der Jungs aus Kriftel drehte das Team aus Speyer auf. Die Punkte waren hart umkämpft und zu Mitte des Satzes hatte Speyer eine Drei-Punkte-Führung herausgespielt. Doch die Krifteler kämpften sich zurück. Und waren kurz vor Satzende wieder gleich auf. Eine tolle Serie zum Schluss besiegelte das Satzende mit 25:22 für Kriftel.
Beide Mannschaften gingen unverändert in den zweiten Satz. Auch diesen begannen die Krifteler eher im gemächlichen S-Bahn-Tempo, bevor sie sich im Verlauf des Satzes steigerten. Brachten Aufschlagfehler den Zug anfangs oft zum Halten, gab es in der zweiten Hälfte des Satzes kein Halten mehr. Im ICE-Tempo ging es zum Satzgewinn (25:13).
Zum Halbfinale hieß es nun: Win and you’re in! Denn es ging um nichts weniger als die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Bliesen hatte in der Vorrunde einen starken Eindruck hinterlassen, demensprechend begann Kriftel mit viel Respekt und etwas verhalten. Der erste Satz verlief ausgeglichen, kein Team konnte Vorteile für sich reklamieren. Für die „rote Wand“ der Kriftel Fans war es ein Satz zum Haarausraufen. Auf spektakuläre Ballwechsel mit artistischen Rettungsaktionen und druckvollen Angriffen folgten regelmäßig Aufschlagfehler. Dennoch konnte sich Kriftel mit zwei kleinen Serien zum Satzende den ersten Satz sichern (25:20). Im zweiten Satz zeigte sich Kriftel hingegen kompromisslos. Ohne eigene Fehler wurde schnell ein Vorsprung herausgespielt, der die Bliesener beeindruckte. Erst als das Satzende – und damit die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft – in greifbare Nähe kamen, wurden die Knie weich und kleine Fehler schlichen sich ein. Aber Bliesen konnte den Anschluss nicht mehr herstellen. Vor den Augen der anwesenden Spieler der ersten Herrenmannschaft, Pascal Eichler und Tobias Thiel, gelang der Einzug ins Finale (25:17). Die Spieler und Trainer feierten ihren Erfolg ausgelassen.
Das Finale um die Südwestdeutsche Meisterschaft war eine Wiederholung des Spiels um die Hessenmeisterschaft. Mit Eintracht Wiesbaden wartete die stärkste Mannschaft des Turniers auf die Krifteler. Zwischen beiden Mannschaften entwickwelte sich ein packendes Finale, das bis zum 14:14 hin und her wogte. Doch eine kleine Serie der Wiesbadener entpuppte sich als entscheidender Wirkungstreffer. Auf einmal war Wiesbaden drei Punkte in Front und Kriftel gelang es nicht mehr, sich heranzukämpfen. Mit 20:25 ging der Satz an die Eintracht. War der zweite Satz in diesem Turnier bisher die Stärke der Mannschaft aus Kriftel, riss die Serie im Finale. Die Wiesbadener legten los wie die Feuerwehr und blickten nie zurück (16:25). So ging die Meisterschaft verdient an die Jungs von Eintracht Wiesbaden.
Doch keine Zeit die Köpfe hängen zu lassen. Wenige Minuten nach dem Finale gab es bereits Urkunden, Medaillen und Süßigkeiten für die erfolgreichen Jungs der TuS. Jetzt heißt es, sich auf die Deutsche Meisterschaft vorzubereiten und dort mit viel Spaß und Freude Erfahrungen auf höchstem Niveau zu sammeln.
Großer Dank gebührt dem Trainerteam Florian Bonadt, Gabi Thiel, Lasse W., Max S. und Felix T., die die Mannschaft optimal vorbereitet haben. Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft ist auch Zeugnis ihrer hervorragenden Arbeit.
Das Team der TuS Kriftel: Emil C., Filip C., Kai C., Luca J., Hannes M., Sander S., Frederick T. und Philipp W.

