8 tapfere junge Volleyballer der TuS Kriftel machten sich am letzten Wochenende auf die Reise ins bayerische Dachau, um unter den besten 16 Teams aus ganz Deutschland ihren Meister auszuspielen.
In der ersten Partie ging es in der Gruppenphase gegen die Solingen Volleys, die man bereits aus Vorbereitungsturnieren kannte und dort mehr oder weniger deutlich den Kürzeren zog. Die Krifteler Spieler zeigten sich davon unbeeindruckt, starteten stark in die Begegnung und führten schnell mit 10:4. Solingen fing sich etwas, während die TuS nicht mehr so sicher in Aufschlag und Annahme wirkte. Beim 18:19 gerieten die Jungs erstmals in Rückstand. Die Coaches reagierten mit Auszeiten und Spielerwechseln, doch am Ende stand ein 22:25 auf der Anzeigentafel. Kriftel zeigte sich nicht geschockt und legten erneut einen Blitzstart hin (13:5). Auch eine kleinere Schwächephase stoppte die Jungs nicht und sie schafften mit 25:16 den Ausgleich. Nun musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Es entwickelte sich eine gutklassige und spannende Partie. Die TuS führte mit 3:0, beim 10:10 war alles offen, doch am Ende war das Team aus dem Bergischen nervenstärker und setzte sich knapp mit 15:13 durch.
Im zweiten Gruppenspiel stand das physisch weit überlegene Team vom BV Vorwärts Berlin auf der anderen Netzseite. Lediglich zu Beginn konnte Kriftel etwas mithalten, doch ab Mitte des Satzes waren die Berliner nicht aufzuhalten. Eine deutlich 2:0 Niederlage war die Folge.
Im letzten Gruppenspiel gegen den ASC 46 Göttingen musste nun ein Sieg her, um noch eine gute Platzierung zu erreichen. Zunächst zogen die Krifteler immer wieder mit 2-3 Punkten davon doch die Niedersachsen kämpften sich zurück. Erst gegen Ende des ersten Durchganges setzten sich die Jungs durch und gingen mit 25:20 in Führung. Göttingen kämpfte nun mit aller Macht, führte mit 6:1, doch die Krifteler blieben ruhig. Sie holten Punkt um Punkt auf und führten beim 11:10 erstmals. Der ASC gab sich nicht geschlagen, setzte sich mit drei Punkten ab (12:15). Die Krifteler rissen die Partie an sich und gewann mit 25:21. Damit hatten sie den dritten Gruppenplatz und damit das Überkreuzspiel erreicht.
Hier stand mit dem TSV Zirndorf ein spielstarker Gegner an. Bis zum 12:11 sah es noch gut für die Krifteler aus, doch dann sah man den Jungs die Müdigkeit aus den Vorrundenspielen an. Der Durchgang wurde deutlich mit 15:25 abgegeben. Kriftel bäumte sich auf und konnte den Satz lange offenhalten. Erst drei Punkte in Folge am Satzende besiegelte die Niederlage.
Jetzt ging es um die Plätze 9-12. Der Gastgeber vom ASV Dachau war hier der Gegner und startete sehr gut in die Partie. Schnell zogen sie davon und bauten den Vorsprung stetig aus. Am Ende setzte es einen 16:25 Satzrückstand. Doch Kriftel ließ sich nicht lumpen und startete nun seinerseits stark in den zweiten Abschnitt. Beim 14:6 sah es bereits beruhigend aus. Die TuS verteidigte den Vorsprung bis zum 25:15 Ausgleich. Dachau fand allerdings schnell zu seiner alten Stärke zurück und dominierte den Tiebreak. Beim 2:8 Seitenwechsel war die Partie entschieden. Die TuS schaffte es zwar noch bis auf drei Punkte heranzukommen, musste sich am Ende aber mit 9:15 geschlagen geben.
Jetzt wollten sich die Krifteler im Spiel um Platz 11 mit einem Sieg gegen den Schweriner SC aus dem Turnier verabschieden. Dies gelang eindrucksvoll. Nach starkem Beginn mit einer 5-Punkte-Führung, die allerdings noch etwas zusammenschmolz, sicherte sich die TuS Satz 1 mit 25:22. Auch im zweiten Durchgang starteten die Krifteler besser. Beim 16:15 war Schwerin wieder dran. Die TuS war in der Folge aber sehr abwehrstark und überzeugte beim 25:18.
Damit konnten die Jungs einen schönen Abschluss, als 11. Bestes Team in Deutschland feiern.
Dementsprechend zufrieden zeigten sich die Trainer Florian Bonadt, Gabi Thiel, Max Schlosser und Lasse Warmbier, die lediglich der knappen verlorenen Auftaktpartie etwas nachtrauerten und waren sehr stolz auf die gezeigte Leistung ihre Jungs: Philip Windrich, Frederick Troschke, Sander Schales, Hannes Meyenburg, Luca Jakobi, Kai Christoulakis und den Zwillingen Filip und Emil Choma. Das Team zeigte einen starken Charakter auf und neben dem Platz. Einen besonderen Dank geht an die zahlreichen Fans, die lautstark ihre Jungs unterstützten. Ein weiteres Dankeschön geht an den ASV Dachau für die perfekte Organisation. Glückwünsche gehen an die herausragenden Medaillengewinner aus Marktredwitz, Leipzig und zweimal Berlin.

