TuS Kriftel besiegt Stuttgart mit 3:2

Ob es am Ende ein verlorener oder doch ein gewonnener Punkt war, da waren sich die Zuschauer nach Spielende nicht ganz einig. Denn eigentlich hatten die Krifteler Zweitligavolleyballer die Partie gegen die Keiler Volleys aus Stuttgart fest im Griff. Mit 2:0 nach Sätzen lagen die Hausherren vorne und verloren dann doch noch den Faden. Die Gäste wurden aufgebaut, zeigten aber auch viel Moral. Verdient holten sie den Satzausgleich. Die Krifteler packten nun ihrerseits ihr Kämpferherz aus und gewannen den Entscheidungssatz und damit 2 Punkte.

Die TuS startete fast perfekt in die Partie. Bis auf den eigenen Aufschlag, der etwas oft im Netzt landete, funktionierten alle anderen Spielelemente sehr gut. Die Annahme um den erfahrenen Libero Felix Blume stand bombensicher, so dass Zuspieler Tobias Thiel nach Belieben schalten und walten konnte. Stark punkteten David Freitag (5 Punkte aus 6 Angriffen) und Pascal Eichler (7 Punkte). Die Stuttgarter spielten ihrerseits nicht schlecht, so dass Kriftel nie weit davonziehen konnte. Die TuS sicherte sich Durchgang 1 mit 25:20.

Nach einem kurzen Hänger zu Beginn des zweiten Satzes, bestimmten die Krifteler das Spiel. Insbesondere die Außenangreifer Jannik Weber und Cedric Braetsch punkteten immer wieder erfolgreich. Der Vorsprung wuchs beruhigend, etwas zu beruhigend, denn beim 23:16 kassierten die Krifteler 5 Punkte in Folge. Spannend wurde es dann aber nicht mehr, denn der eingewechselte Lucas Eichborn versenkte, bei seinem Ligadebut für die TuS, den Ball zum 25:20.

Die Gäste waren aber nun hellwach und die Krifteler konnten sich nicht mehr wirklich aus dem Loch ziehen. In dieser Phase wurden die Angriffe zu selten durchgebracht. Ab dem Stande von 17:19 gelang Kriftel nicht mehr viel und musste mit 19:25 den Anschluss kassieren.

Im vierten Durchgang schien es zunächst so, als hätten sich die Krifteler etwas gefangen. Die Mittelangreifer Philipp Büchi und Hendrik Jung waren des Öfteren erfolgreich. Bis zum 13:14 war die Partie ausgeglichen, ehe der Faden erneut riss. Stuttgart zog leicht davon. Die Einwechslungen von Theo Berger, Mauro Ebner und Tom Klotzbücher halfen auch nicht mehr. Der Satz wurde mit 21:25 abgegeben.

Damit musste zum ersten Mal in der Saison der Tiebreak die Entscheidung bringen. Die Gastgeber schafften es jetzt wieder voll konzentriert bei der Sache zu sein. Unnötige Fehler wurden vermieden. Die Annahme und der Angriff liefen wie am Schnürchen und in der Abwehr wurden einige Bälle entschärft. Die Gäste spielten aber weiterhin gut mit, so dass Kriftel nie davonziehen konnte. Folgerichtig wurden beim knappen 8:6 zum letzten Male die Seiten gewechselt. Die TuS hielt den Vorsprung und damit den Sieg (15:12) fest.

Auch wenn die Weste nun nicht mehr komplett weiß ist, können die Krifteler mit dem bisherigen Start zufrieden sein. Jetzt stehen erst einmal die beiden schweren Auswärtspartien in Schwaig und Karlsruhe vor der Tür.