Die TuS Kriftel zeigt ihr besseres Gesicht

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Als wäre er nie weggewesen, auch so hätte die Überschrift lauten können. Sebastian Ruhm feierte ein nicht geplantes, aber erfolgreiches Comeback. Da die Verletzungs-Krankheitsflut auf der Annahme-/Außenposition gleich 4 Spieler betroffen hat, stellte sich der 28-jährige zum Comeback zur Verfügung und dass mit maximalem Erfolg. Nicht nur seine Leistung war überragend, sondern er brachte auch die nötige Sicherheit ins Spiel der Krifteler zurück. Am Ende stand ein überraschend deutliches 3:0, nach zuletzt eher dürftigen Leistungen, auf der Habenseite. Am Ende überzeugten alle Spieler ihren Trainer Tim Schön mit der bisher besten Saisonleistung.

Danach sah es aber zunächst nicht aus. Denn nach einer 14:13 Führung nach ausgeglichenem Beginn funktionierte erst mal nicht viel. Plötzlich stand es 14:18 und der Satz schien schon verloren. Doch die Krifteler gaben nicht auf, kämpften um jeden Ball und Eltmann half in dieser Phase mit einigen Angriffsfehlern, die zum 18:18 führten. Beim 22:20 hatten die Gäste das Momentum eigentlich erneut auf ihrer Seite. Doch Kriftel schlug zurück. Mit Kampfgeist holten sie sich beim 24:23 den ersten Satzball, den Thoralf Schmelzer mit einem Ass verwandelte.

Der knappe und auch etwas glückliche Satzgewinn brachte Sicherheit zurück ins Krifteler Spiel. Jetzt zeigte die TuS ihren besten Volleyball, zumindest das Spiel aus der eigenen Annahme war nun herausragend. Libero Florian Ruhm stellte den Annahmeriegel zum nahezu perfekten Spiel. Zuspieler Tobias Thiel konnte nun schalten und walten, Philip Büchi punktete über die Mitte fehlerlos. Beim 11:7 war bereits ein kleines Polster geschaffen. Dieser konnte sogar weiter ausgebaut werden. Eltmann versuchte mit Spielerwechseln die Krifteler Spieler vor neue Aufgaben zu stellen, dies schien auch zu gelingen, als sie drei Punkte in Folge markierten. Aber David Freitag brachte mit einem wichtigen Block die Krifteler wieder ins Soll. Sie spielten die Partie bis zum 25:19 fast fehlerlos herunter.

Die TuS spielte im dritten Durchgang genauso weiter wie zuvor. Aus einer sicheren Annahme wurde gut angenommen und auf die Fehler von Eltmann gewartet. Zudem drehte Pascal Eichler nun richtig auf. Mit einer starken Angriffsquote sorgte er dafür, dass Kriftel im Spiel blieb und schnell eine 10:5 Führung erspielte. Das ausgerechnet Zuspieler Tobias Thiel noch 3 Punkte im Block und Angriff beitragen konnte zeigte das große Krifteler Selbstvertrauen an diesem Tag. Auch ein kleiner Wackler beim 16:9, als die Gäste drei Punkte in Folge erzielten, hielt den Krifteler Zug nicht mehr auf. Mit 25:17 wurden die Gäste nach Hause geschickt.

Als wertvollster Spieler wurde Pascal Eichler gewählt, der im Angriff voll überzeugen konnte. Allerdings muss man sagen, dass an diesem Tag eigentlich alle Spieler die Medaille verdient hatten. Trainer Schön zeigte sich sehr zufrieden, denn sein Team setzte fast alles um, was sie sich vorgenommen hatten. Zeit sich auszuruhen, bleibt allerdings nicht, denn bereits am kommenden Samstag steht die schwere Auswärtshürde in Dresden an.