Krifteler Tiebreak-Könige

Bereits zum 4. Mal in dieser noch jungen Saison können die Krifteler Volleyballer ein Spiel im 5. Satz für sich entscheiden und bleibt weiterhin in der Liga ungeschlagen. Auch der derzeitige Tabellenführer von den L.E. Volleys aus Leipzig konnte die Serie nicht beenden. Allerdings fiel das Ergebnis am Ende knapper aus, als man dies zu Beginn erahnen konnte.

Die Krifteler starteten sehr stark in die Partie, machten wenig Fehler, während Leipzig die weite Anreise noch in den Knochen zu stecken schien. Mit einer 5:1 Führung gelang ein Blitzstart, der mit einer starken Annahme, angeführt von Routinier und Libero Felix Blume, weiter ausgebaut werden konnte. Besonders David Freitag und Pascal Eichler punkteten in Block und Angriff nach Belieben. Über 17:12 wurde der Durchgang mit 25:19 sicher nach Hause gebracht.

Auch im 2. Abschnitt dominierten die Krifteler, mittlerweile fast nach Belieben. Jetzt glänzte Philipp Büchi in der Mitte, aber insbesondere der in die Anfangsformation aufgerückte Alexander Filippidis, der allein 8 Punkte zum 25:16 beitrug, überzeugte.

Doch wie so oft in der Saison verloren die Krifteler nach einer scheinbar beruhigenden Führung etwas den Fokus. Auf der anderen Seite fanden die Gäste nach ein paar Spielerwechseln zu ihrem gewohnten starken physischen Spiel. Spätestens nachdem Leipzig ein 8:10 in eine 12:10 Führung drehte, war den Zuschauern klar, dass der Abend noch etwas länger dauern könnte. Die Begegnung war nun ausgeglichen, doch am Ende setzten sich die Gäste, trotz eines starken Jannik Weber, mit einem knappen 25:23 durch.

Der Anschluss gab den Leipzigern richtig auftrieb, während die Hausherren immer unsicherer in ihren Aktionen wurden. Das Trainerteam Schön/Haratym versuchte mit Spielerwechseln den Trend aufzuhalten. Neben den gut aufgelegten Tom Klotzbücher und Cedric Braetsch kamen auch Mauro Ebner und Theo Berger zum Einsatz. Der Rückstand wuchs zwar nicht mehr an, doch das 18:25 konnten sie nicht mehr verhindern.

Also musste der 5. Satz entscheiden. Trainer Schön wechselte seine Stammkräfte zurück, die sich zumindest etwas erholt hatten. Als Kapitän Tobias Thiel mit einem Block die leichte Führung ausbaute, waren die Krifteler auf einem guten Weg. Doch ein 11:7 Vorsprung reichte noch nicht. Leipzig kämpfte und glich aus. Den ersten Matchball konnte Kriftel noch nicht für sich entscheiden, doch der zweite wurde zum 16:14 verwandelt.

Mit dem sechsten Sieg im sechsten Spiel können sich die Krifteler nun etwas erholen, denn am nächsten Wochenende ist spielfrei. Bei den Leipzigern kam der in Kriftel ausgebildete Libero Richard Weishaupt zum erfolgreichen Einsatz.